Résumé juridique Pays

Wildcampen in Kroatien: landesweit verboten, und was das Gesetz an Strafe vorsieht

Kroatien verbietet das Campieren außerhalb eines Campingplatzes im ganzen Land, für Zelt und Wohnmobil. Das Gesetz über die Gastgewerbetätigkeit sagt es ausdrücklich und setzt ein Bußgeld. Was der Gesetzestext sagt, mit Datum, und wie hart kontrolliert wird.

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  • Den genauen aktuellen Eurobetrag des Bußgeldes liest du am besten in der konsolidierten Fassung im Narodne novine nach. Der Gesetzestext nennt 2.000 bis 7.500 Kuna; Kroatien hat zum 1. Januar 2023 den Euro eingeführt, der Betrag wird also in Euro angewandt, und die Umrechnung unten ist eine grobe Umrechnung, kein amtlich festgelegter Eurobetrag.
  • Das Verbot kennt eng umrissene Ausnahmen: organisiertes Campieren außerhalb von Campingplätzen bei Sport-, Pfadfinder- und Kulturveranstaltungen sowie bei organisierten Reisen mit Kanu, Rad und Ähnlichem, jeweils auf dafür bestimmten Flächen. Ein einzelnes Wohnmobil am Straßenrand fällt nicht darunter.
  • Wie streng kontrolliert wird, hängt von Ort und Saison ab. An der Küste und in den Nationalparks ist die Kontrolle in der Hauptsaison dicht, im Landesinneren lockerer. Das ändert nichts an der Rechtslage: Auch wo niemand kontrolliert, bleibt es verboten.

Nein. In Kroatien ist das Campieren außerhalb eines Campingplatzes im ganzen Land verboten, für das Zelt wie fürs Wohnmobil. Das ist keine örtliche Regelung und keine Auslegung, es steht im Gesetz. Kroatien ist damit der klare Gegensatz zu den nordischen Ländern, in denen das Zelten ein Recht ist.

Was das Gesetz sagt

Das Zakon o ugostiteljskoj djelatnosti, das Gesetz über die Gastgewerbetätigkeit, regelt das Campieren. Artikel 35 zieht die Grenze:

Zabranjeno je postavljanje šatora, kamp-kućica, kamp-prikolica i druge opreme za kampiranje u svrhu kampiranja izvan kampa.

Auf Deutsch, und der kroatische Text ist maßgeblich: Verboten ist das Aufstellen von Zelten, Wohnwagen, Campinganhängern und anderer Campingausrüstung zum Zweck des Campierens außerhalb eines Campingplatzes. Geprüft am kroatischen Amtsblatt Narodne novine am 26.07.2026.

Das Verbot gilt landesweit und unterscheidet nicht zwischen öffentlichem und privatem Grund. Ein Zelt am Strand, ein Wohnmobil an der Landstraße, ein Schlafsack in den Dünen: alles fällt darunter. Eng umrissene Ausnahmen gibt es für organisiertes Campieren bei Sport-, Pfadfinder- und Kulturveranstaltungen und bei organisierten Kanu- oder Radreisen, jeweils auf dafür bestimmten Flächen. Ein einzelnes Fahrzeug am Straßenrand ist keine davon.

Was ein Verstoß kostet

Artikel 59 setzt ein Bußgeld. Im Gesetzestext stehen 2.000 bis 7.500 Kuna. Da Kroatien zum 1. Januar 2023 den Euro eingeführt hat, wird der Betrag in Euro angewandt; umgerechnet sind das grob 265 bis 995 Euro. Diese Umrechnung ist eine Umrechnung, kein amtlich festgelegter Eurobetrag, den genauen aktuellen Wert liest du in der konsolidierten Fassung im Narodne novine nach.

Für die Reiseplanung reicht die Größenordnung: Es ist ein spürbares Bußgeld, und an der Küste zahlst du es leichter, als du denkst.

Wie hart kontrolliert wird

An der Küste und in den Nationalparks ist die Kontrolle in der Hauptsaison, grob von Juni bis September, dicht. Genau dort, wo das freie Stehen am verlockendsten ist, wird am ehesten kontrolliert. Im Landesinneren, abseits der Touristenorte, ist es lockerer.

Daraus keine falsche Sicherheit ziehen: Die geringere Kontrolle ändert die Rechtslage nicht. Auch wo niemand hinschaut, bleibt es verboten. Der verlässliche Weg ist der registrierte Campingplatz oder ein autokamp, und Kroatien hat neben den großen Anlagen auch kleine, einfache Plätze, oft nah am Meer.

Das Schild gewinnt, und das Gesetz erst recht

Anders als in Ländern mit einem Zugangsrecht gibt es hier nichts abzuwägen: Das Campieren außerhalb eines Campingplatzes ist verboten, und ein Schild, das etwas anderes nahelegt, ändert daran nichts. Plan die Nächte über registrierte Plätze, dann ist die Frage für die ganze Reise erledigt.

05 · Questions fréquentes

Les questions qu'on nous pose.

Ist Wildcampen in Kroatien erlaubt?

Nein. Das Zakon o ugostiteljskoj djelatnosti verbietet in Artikel 35 das Aufstellen von Zelten, Wohnwagen, Campinganhängern und anderer Campingausrüstung zum Zweck des Campierens außerhalb eines Campingplatzes. Das gilt landesweit, für Zelt und Wohnmobil, auf öffentlichem wie privatem Grund. Geprüft am kroatischen Amtsblatt Narodne novine am 26.07.2026.

Darf ich mit dem Wohnmobil frei stehen?

Nein, das fällt unter dasselbe Verbot. Das Gesetz nennt Wohnwagen und Campinganhänger ausdrücklich, und das Übernachten im Wohnmobil außerhalb eines Campingplatzes gilt als Campieren im Sinne des Verbots. Nutze einen registrierten Campingplatz oder einen autokamp, davon gibt es auch kleine, familiäre.

Wie hoch ist die Strafe?

Artikel 59 des Gesetzes setzt ein Bußgeld. Im Gesetzestext stehen 2.000 bis 7.500 Kuna. Da Kroatien seit dem 1. Januar 2023 den Euro nutzt, wird der Betrag in Euro angewandt; umgerechnet sind das grob 265 bis 995 Euro, wobei das eine Umrechnung ist und kein amtlich festgelegter Eurobetrag. Den genauen aktuellen Betrag liest du in der konsolidierten Fassung im Narodne novine nach.

Wird das wirklich kontrolliert?

An der Küste und in den Nationalparks in der Hauptsaison ja, und dort regelmäßig. Im Landesinneren ist die Kontrolle lockerer. Verlass dich nicht darauf: Auch wo niemand kontrolliert, ist es verboten, und ein Bußgeld an der falschen Stelle kostet mehr als die Campingplatznacht, die du dir sparen wolltest.