Wildcampen im Peak District geht nur mit Erlaubnis des Grundeigentümers, und einen allgemeinen Umweg gibt es nicht. Die Nationalparkbehörde sagt es in drei nüchternen Sätzen: Der Countryside and Rights of Way Act sieht kein Zelten auf offenem Access Land vor, ohne Erlaubnis des Grundeigentümers kannst du Hausfriedensbruch begehen, und je nach Fall braucht die Nutzung einer Fläche zum Zelten sogar eine Baugenehmigung. Dazu schreibt sie, dass sie Wildcampen auf keiner ihrer eigenen Flächen erlaubt und zu genehmigten Campingplätzen rät. Geprüft auf der Camping-Seite der Behörde am 25. August 2026.
Dem National Trust gehört ein großer Teil der Hochmoore rund um Kinder Scout und Edale, und er landet an derselben Stelle: Wildcampen ist nur mit Erlaubnis des Grundeigentümers erlaubt, und er bittet darum, vorher einen Campingplatz zu buchen. Zwei der größten Landbesitzer im Gebiet, eine Antwort.
Zugangsrecht heißt nicht Zeltrecht
Hier liegt der häufigste Irrtum, und es lohnt sich, genau zu sein. Access Land nach dem CROW Act gibt dir alles, was du zu Fuß machst: wandern, laufen, klettern, picknicken, fotografieren, Vögel beobachten. Was es dir nicht gibt, listet die FAQ-Seite der Behörde auf, und Zelten steht dort mitten drin, neben Feuer machen, Schießen, Angeln und Sondeln. Fahrzeuge und Motorräder auf Access Land zu fahren, ist auf derselben Seite gesondert verboten.
Daraus folgen zwei praktische Dinge. Access Land ist kartiert, auf den Ordnance Survey Explorer Maps und in den Online-Karten von Natural England, du kannst also vorher sehen, worauf du stehst. Und es wird gesperrt: Grundeigentümer dürfen es für Bewirtschaftung, Sicherheit oder Naturschutz schließen, und bei außergewöhnlicher Brandgefahr kann es ebenfalls zu sein. Schau vor einer Tour in einer Trockenperiode bei Natural England nach den aktuellen Sperrungen, nicht erst nach der Anfahrt.
Kein Feuer, und lies die Formulierung genau
Für seine Flächen im High Peak schreibt der National Trust, dass Grills, Lagerfeuer und Kochausrüstung im Freien nirgends im Peak District National Park erlaubt sind, und auf seiner Kinder-Seite steht derselbe Hinweis noch einmal für heiße, trockene Tage. Achte auf das Wort Kochausrüstung. Gemeint ist nicht nur offenes Feuer, der Gaskocher ist hier also nicht das übliche Schlupfloch. Die Behörde verbietet Feuer auf Access Land unabhängig davon. Also kalt essen oder warm im Pub.
Mit dem Fahrzeug fällt die Antwort noch kürzer aus
Die Behörde betreibt 44 Parkplätze, 13 davon kostenlos, und ihre Parkplatz-Seite ist eindeutig: Übernachten oder Campen ist auf allen ihren Parkplätzen verboten, es wird kontrolliert und geahndet. Tagsüber ist es eine andere Frage, und dieselbe Seite hilft dabei weiter. Keiner der Parkplätze hat eine Höhenbeschränkung, kleine und mittlere Wohnmobile passen also, wo Platz frei ist. Ausgenommen ist Bakewell Station, dort ist es zu eng. Gebühren fallen täglich von 9 bis 18 Uhr an, der Tagessatz liegt bei 6,60 Pfund. Nimm Münzen mit und nicht nur die Karte, denn die Behörde weist darauf hin, dass manche Automaten auf dem Land nur Münzen oder nur Karte nehmen. Und sie bittet ausdrücklich darum, nicht auf Grasstreifen, nicht an doppelten gelben Linien, nicht vor Hoftoren und nicht auf sonstigen nicht ausgewiesenen Flächen zu parken.
So antwortet England fast überall. Dartmoor ist die Ausnahme, dort kartiert die Nationalparkbehörde die Flächen, auf denen du ohne Rückfrage beim Grundeigentümer mit dem Rucksack zelten darfst, und selbst dort schreibt sie, dass es keine Übernachtungen in Fahrzeugen, Campervans oder Wohnmobilen gibt. Schottland ist ein komplett anderer Rechtsrahmen: leichtes Zelt, kleine Gruppe, höchstens zwei oder drei Nächte an einer Stelle, wobei der Access Code klarstellt, dass Kraftfahrzeuge vom Zugangsrecht nicht erfasst sind. Nichts davon reicht bis in den Peak District. Näher dran liegt der Lake District, wo die Behörde ebenfalls keine Erlaubnis erteilt, dafür aber die Bedingungen veröffentlicht, unter denen die Grundeigentümer ein Zelt dulden.
Was hier funktioniert
Vorher etwas buchen. Der Behörde selbst gehört der North Lees Campsite bei Stanage, dort stehen Zelte und Camping-Pods. Der National Trust schickt Wanderer nach Upper Booth im Tal von Edale, und das ist die praktische Basis für Kinder Scout.
Wenn du mit dem Wohnmobil unterwegs bist, ist die 60-Tage-Regel der nützliche Teil. Ein Grundeigentümer darf pro Kalenderjahr bis zu 60 Tage lang einen temporären Campingplatz betreiben, mit bis zu 50 Standplätzen, und die Behörde schreibt, dass Wohnmobile und Campervans dazuzählen, klassische Wohnwagen dagegen nicht. Er muss das vorher schriftlich anmelden, mit Lageplan und Angaben zu Toiletten und Entsorgung. Deshalb tauchen im Sommer überall im Peak District Campingplätze auf einer Wiese auf. Sie sind legal, sie nehmen Wohnmobile, und näher an einen freien Standplatz kommt ein Fahrzeug hier nicht.
Überall sonst gilt: vorher fragen. Ein Landwirt, der Ja sagt, hat dir genau das gegeben, was das Gesetz verlangt. Und die Ansage eines Rangers oder das Schild vor Ort an der Parkplatzeinfahrt steht über dieser Seite und über jeder anderen. Sagt der Aushang etwas anderes, hat der Aushang recht und wir sind nicht aktuell.
Wie der Rest Großbritanniens und Europas dieselbe Frage beantwortet, steht im Themen-Hub zu den Regeln fürs Wildcampen, und alle von uns geprüften Rechtsrahmen findest du auf den Regelseiten.
Sources
- Camping, Peak District National Park Authority
- FAQs: Access land, Peak District National Park Authority
- Park and protect: our car parks, Peak District National Park Authority
- Our work at Kinder, Edale and the High Peak, National Trust
- Camping, Dartmoor National Park Authority
- Camping, Scottish Outdoor Access Code
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