Campieren außerhalb einer ausgewiesenen Campingfläche ist in Montenegro verboten, und das Gesetz nennt das Bußgeld für dich persönlich: 200 bis 2.000 Euro. Das ist die kurze Antwort, und sie ist für diese Ecke Europas ungewöhnlich klar, wo die Regel sonst oft vergraben oder umstritten ist.

Was im Gesetz steht

Das Gesetz über Tourismus und Gastgewerbe, das Zakon o turizmu i ugostiteljstvu, definiert in Art. 105 Camping als vorübergehenden Aufenthalt von Touristen in Camps, die auf Flächen liegen, welche die Raumplanung oder das Programm für temporäre Objekte dafür vorsieht. Der folgende Absatz verbietet sowohl das Anbieten von Campingleistungen als auch das Campieren selbst außerhalb dieser Flächen.

Art. 130 macht daraus eine Zahl. Eine natürliche Person, die außerhalb ausgewiesener Campingflächen campiert, wird mit 200 bis 2.000 Euro belegt. Im vom Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung auf gov.me veröffentlichten Text geprüft am 24. August 2026, wo das Gesetz als Službeni list CG 002/18 mit Änderungen bis 084/24 geführt wird.

Lies die Definition und nicht das Wort. Campingfläche ist hier eine Kategorie der Raumplanung. Ein Ort ist legal, weil ein Raumplan das sagt und ein Camp darauf registriert ist, nicht weil er ruhig, leer oder offensichtlich beliebt ist. Deshalb bringt dir “da standen noch andere” gar nichts.

Was das für dein Fahrzeug heißt

Das Gesetz selbst spricht bei Campingausrüstung von Zelten, Wohnwagen und Mobilheimen, also von genau den Dingen, in denen Leute ankommen. Die Unterscheidung zwischen Parken und Campieren nimmt dir niemand ab, sobald Stühle draußen stehen, die Markise ausgefahren ist und die Keile unter den Rädern liegen. Wenn du irgendwo hältst, das kein registriertes Camp ist, bleibt alles drinnen, du kommst spät und fährst früh, und du verlässt dich darauf, nicht aufzufallen, nicht darauf, erlaubt zu sein.

Die verlässliche Variante ist ein registriertes Camp. Montenegro hat welche an der Küste und im Landesinneren, und genau dorthin zeigt das Gesetz.

In den Nationalparks kommt mehr dazu

Zwei Regeln greifen dort, bevor die Campingregel überhaupt zum Zug kommt.

Feuer: Die Kontrollliste der Ökologieinspektion für natürliche Personen nach dem Nationalparkgesetz, herausgegeben von der Inspektionsbehörde und am 8. April 2026 aktualisiert, lässt prüfen, ob jemand außerhalb der dafür bestimmten Stellen Feuer macht. Nimm einen Kocher.

Fahrzeuge: Dieselbe Liste fragt, ob jemand außerhalb ausgewiesener Parkflächen parkt und abseits des vorgesehenen Weges fährt. Der Fahrweg, der aussieht, als führe er irgendwo Besseres hin, fällt im Park also weg.

Der Durmitor nennt seine Stellen

Das staatliche Nationalparkunternehmen veröffentlicht einen Managementplan für den Durmitor, in dem steht, dass Campieren, also das Aufstellen von Zelten, an genau bestimmten Lokalitäten erlaubt ist: Žugića Luka, Radovan Luka, Škrka, Dobri do, Sušica, Šarban und Lokvice. Das ist eine echte Liste, und sie eignet sich als Gerüst für eine Wanderroute.

Zwei Einschränkungen vorher. Der Plan deckt 2021 bis 2025 ab, ruf also beim Park an oder frag am Eingang, bevor du dich auf eine bestimmte Stelle verlässt. Und die Liste gilt für hineingetragene Zelte, nicht für ein abgestelltes Fahrzeug.

Was du stattdessen machst

Buch ein registriertes Camp für die Nächte, die du brauchst, nutz im Durmitor die benannten Lokalitäten, wenn du zu Fuß gehst, und nimm einen Kocher statt eines Feuers mit. Willst du woanders stehen, frag vorher beim Park oder bei der Gemeinde, denn eine erteilte Erlaubnis schlägt eine erhoffte Regel.

Und nimm den Aushang vor Ort ernst. Das Schild an der Einfahrt und die aktuelle Auskunft von Park oder Gemeinde stehen über dieser Seite und über allem, was dir letzte Saison jemand erzählt hat.

Wie der Rest der Adria und des westlichen Balkans dieselbe Frage beantwortet: Slowenien hat seine Regel gerade neu geschrieben, Kroatien nebenan funktioniert wieder anders, und der Themen-Hub zu den Regeln fürs Wildcampen sammelt alles, was wir Land für Land geprüft haben.

Sources

  1. Zakon o turizmu i ugostiteljstvu, Ministarstvo ekonomskog razvoja, gov.me
  2. Zakonska regulativa u oblasti turizma, Ministarstvo ekonomskog razvoja
  3. Kontrolna lista fizičkih lica, Zakon o nacionalnim parkovima, Uprava za inspekcijske poslove
  4. Plan upravljanja za Nacionalni park Durmitor 2021-2025, Javno preduzeće za nacionalne parkove Crne Gore

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