In Galicien und Asturien übernachtest du mit dem Wohnmobil auf einer Área de Autocaravanas, dem spanischen Stellplatz. Die meisten sind kostenlos, die meisten klein, und du findest sie auf der Website der Gemeinde, nicht in einem landesweiten Verzeichnis. Im Fahrzeug schlafen ist erlaubt, solange du parkst und nicht campst. Galicien zieht diese Linie enger als der Nachbar.
Asturien: kommunal, kostenlos, kurze Standzeiten
Jeder Concejo, so heißt die Gemeinde in Asturien, veröffentlicht seine Área auf eigene Art, aber die guten Seiten sagen alles in einem Absatz. Von den Gemeindeseiten, zuletzt geprüft am 6. Oktober 2026:
- Grado: 8 Stellplätze, kostenlos, ganzjährig offen, maximal 72 Stunden, Trinkwasser und Entsorgung für Grau- und Schwarzwasser.
- Mieres: 6 Stellplätze, kostenlos, 48 Stunden. Die Gemeinde schreibt dazu: Parken darfst du im Ort überall, wo es erlaubt ist, übernachten aber nur auf der Área.
- Nava: 9 Stellplätze in Gamonéu, Stehen, Wasser und Entsorgung kostenlos, maximal 72 Stunden.
- Villaviciosa: 8 Stellplätze, kostenlos, nur 24 Stunden.
- Corvera: 10 Stellplätze am Stausee von Trasona, kostenlos, 72 Stunden, und Stromanschluss. Tische, Stühle, Markise und Wäscheleine bleiben im Fahrzeug.
- Tineo: 2 Stellplätze im Ort, 48 Stunden, und wenn sie belegt sind, darfst du auf den Festplatz ausweichen. Dazu 15 Stellplätze in Navelgas.
- Grandas de Salime: 2 Stellplätze, 48 Stunden, mit Genehmigung der Gemeinde erweiterbar auf den Parkplatz nebenan.
Der Haken ist die Größe. Eine Área mit zwei Plätzen an einem Augustabend ist Glückssache, also fahr immer mit einem Plan B los. Alle 20 erfassten asturischen Áreas findest du auf der Asturien-Seite.
Was es kostet
Meistens nichts. Die Ausnahme, die du kennen solltest, ist Tapia de Casariego an der Westküste. Seit die neue Verordnung am 11. Oktober 2025 in Kraft trat, kostet die Übernachtung 9 Euro pro Tag vom 1. Juli bis 31. August und 7 Euro im Rest des Jahres, Wasser und Entsorgung inklusive. Nur Ver- und Entsorgung kostet 2 Euro, bei maximal einer Stunde Standzeit. Bezahlt wird über die App Tripstop, die die Área seit April 2025 verwaltet. Zuletzt geprüft auf der Gemeindeseite am 6. Oktober 2026.
Galicien: zuerst auf turismo.gal schauen
In Galicien ist turismo.gal, das Tourismusportal der Xunta, die erste Adresse. Die Einträge nennen Ausstattung und Standzeiten. Vier Áreas sind dort als kostenlos markiert (zuletzt geprüft am 6. Oktober 2026):
- Ourol in der Mariña von Lugo: 8 große Stellplätze, Strom, Wasser und Entsorgung, maximal 48 Stunden. Die nächste Tankstelle liegt 15 km entfernt in Viveiro, also vorher volltanken.
- Mazaricos am Jakobsweg nach Fisterra und Muxía: 4 Stellplätze neben dem Gesundheitszentrum, mit Strom, Wasser und Entsorgung. Tankstelle in 4,8 km.
- Cospeito an der geschützten Lagune der Terra Chá: Trinkwasser, Grau- und Schwarzwasser-Entsorgung, Übernachtung möglich.
- Ponteceso an der Costa da Morte: eine Entsorgungsstation gegenüber der Casa da Cultura, mit Wasser und Entsorgung. Markierte Wohnmobil-Plätze gibt es nicht, laut Eintrag ist Übernachten aber erlaubt, und die Tankstelle liegt 300 m entfernt.
Keine nennt einen Preis außer “kostenlos”, und nur Ourol eine Standzeit. Überall sonst steht die Zahl auf dem Schild vor Ort. Mehr dazu auf der Galicien-Seite.
Im Fahrzeug schlafen: Parken ist nicht Campen
Die Dirección General de Tráfico hat das in der Instrucción PROT 2026/04 festgehalten, unterzeichnet am 11. März 2026, die die PROT 2023/14 ablöst. Das Verkehrsrecht deckt deine Nacht, solange drei Dinge stimmen: Motor aus und das Fahrzeug steht nur auf den Rädern (Unterlegkeile ja, Hubstützen nein); nichts ragt über das geschlossene Fahrzeug hinaus, also keine Markise, kein Tisch, keine Stühle; keine Flüssigkeiten und kein Lärm nach draußen. Ob jemand drin ist, ist laut Text “del todo irrelevante”, völlig egal. Derselbe Text bestätigt, dass jedes Ayuntamiento das Parken per Verordnung einschränken kann. Zuletzt geprüft am 6. Oktober 2026.
Danach gehen die beiden Regionen getrennte Wege. Das asturische Decreto 61/2022 sagt in Artikel 2.d, dass ein Wohnmobil, das nur auf seinen Rädern steht und nichts ausfährt oder ablässt, nicht campt. Das galicische Decreto 159/2019 verbietet in Artikel 1.4 die acampada turística außerhalb genehmigter Campingplätze und erwähnt das Verkehrsrecht mit keinem Wort.
Für dich heißt das: In Galicien übernachtest du auf einer Área und lässt alles drinnen. In Asturien machst du es genauso, wo die Gemeinde es verlangt, wie in Mieres. Strand, Nationalparks und der Rest Spaniens stehen in unserem Artikel zum Wildcampen in Spanien.
Die Route planen
Asturien ist kompakt: Ist eine Área voll, kostet dich das einen Umweg, selten den Abend. Galicien ist größer, die Rías zwingen dich außen herum statt quer hinüber, und bei Ourol ist die erste Tankstelle 15 km weg, also halt den Tank voll. Plan jede Nacht am Vorabend auf der Website der Gemeinde, mit der Spanien-Seite für den Überblick.
Vor Ort gewinnen das Schild an der Einfahrt und die aktuelle Auskunft des Ayuntamiento, immer, auch gegen diese Seite.
Sources
- Instrucción PROT 2026/04, Autocaravanas, Dirección General de Tráfico
- Decreto 159/2019, ordenación de los campamentos de turismo, DOG Nr. 246, Xunta de Galicia
- Autocaravanas, Ayuntamiento de Grado
- Área de caravanas de Mieres, Ayuntamiento de Mieres
- Área de autocaravanas, Ayuntamiento de Nava
- Área Autocaravanas, Turismo Villaviciosa
- Área de Autocaravanas, Ayuntamiento de Corvera de Asturias
- Áreas Servicio Autocaravanas, Ayuntamiento de Tineo
- Área de Servicio de Autocaravanas, Ayuntamiento de Grandas de Salime
- Área de Autocaravanas, Ayuntamiento de Tapia de Casariego
- Área de Ourol, Turismo de Galicia
- Área de Mazaricos, Turismo de Galicia
- Área de Ponteceso, Turismo de Galicia
- Área de Cospeito, Turismo de Galicia
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